Pfannen aus Gusseisen oder Stahl müssen vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden. Dabei entsteht eine natürliche Antihaftschicht, die «Patina» genannt wird. Sie schützt die Oberfläche vor Rost und verbessert die Brateigenschaften deutlich. Auch bei bereits benutzten Pfannen kann das Einbrennen sinnvoll sein, wenn die Beschichtung beschädigt oder ungleichmässig geworden ist.
Welche Pfannen eignen sich zum Einbrennen?
Nicht jede Pfanne ist dafür geeignet. Eingebrannt werden können:
Gusseisenpfannen
(Unbeschichtete) Eisenpfannen
Carbonstahlpfannen
Pfannen mit Emaille, Antihaftbeschichtung oder Edelstahlpfannen ohne Eisenanteil solltest du nicht einbrennen.
Welches Öl eignet sich?
Zum Einbrennen benötigst du ein Öl mit hohem Rauchpunkt. Geeignet sind:
Rapsöl
Leinöl
Sonnenblumenöl
Erdnussöl
Olivenöl oder Butter sind ungeeignet, da sie schnell verbrennen und keinen stabilen Schutzfilm bilden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Pfanne reinigen: Neue Pfannen gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel säubern, um Produktionsrückstände zu entfernen. Danach vollständig trocknen.
Dünn einölen: Die gesamte Oberfläche der Pfanne, inklusive Rand und Aussenfläche, mit einer sehr dünnen Schicht Öl einreiben. Überschüssiges Öl mit Küchenpapier abwischen.
Erhitzen: Die Pfanne im Backofen (ca. 200–250 °C) oder auf dem Herd stark erhitzen, bis das Öl raucht und sich ein dunkler Film bildet. Im Ofen empfiehlt es sich, die Pfanne kopfüber auf den Rost zu legen und ein Backblech darunter zu platzieren.
Abkühlen lassen: Die Pfanne vollständig auskühlen lassen.
Wiederholen: Den Vorgang 2–3 Mal wiederholen, bis sich eine gleichmässige, dunkle Schutzschicht gebildet hat.
Pflege nach dem Einbrennen
Damit die Patina erhalten bleibt, solltest du die Pfanne nach dem Kochen nicht mit Spülmittel reinigen. Heisses Wasser und eine Bürste genügen. Bei Bedarf kann etwas Salz verwendet werden, um Rückstände zu lösen. Nach dem Abtrocknen empfiehlt es sich, die Pfanne hauchdünn mit Öl einzureiben.
Häufige Fehler beim Einbrennen
Zu viel Öl: Überschüssiges Öl führt zu klebrigen oder ungleichmässigen Schichten.
Falsches Öl: Öle mit niedrigem Rauchpunkt verbrennen und hinterlassen unangenehme Gerüche.
Ungeduld: Eine stabile Patina bildet sich erst nach mehrmaligem Einbrennen und regelmässigem Gebrauch.
Fazit
Eine richtig eingebrannte Pfanne ist langlebig, robust und entwickelt mit der Zeit eine immer bessere Antihaftwirkung. Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege begleitet dich eine solche Pfanne über viele Jahre.